Häufige Fragen (FAQ)

Fragen und Antworten zum Mittagsband

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Was ist das Mittagsband?
Das Mittagsband umfasst die Zeit des Mittagessens und der Mittagspause.

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Wie lange soll die Mittagspause sein? Gibt es hierzu eine Vorschrift?
Es gibt keine Vorschrift, wie lange die Mittagspause sein muss. Den Schülerinnen und Schülern sollte jedoch ausreichend Zeit zur Entspannung gegeben werden. Wir empfehlen eine Mittagspause von 60 bis 90 Minuten.

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Können Schülerinnen und Schüler zur Teilnahme am Mittagessen verpflichtet werden?
Die Teilnahme beim Mittagessen ist wünschenswert und sinnvoll. Eine Schülerin, ein Schüler kann jedoch nicht verpflichtet werden, daran teilzunehmen. Die Eltern können entscheiden, ob ihr Kind das Essensangebot wahrnimmt oder sie ihrem Kind eine anderweitige Versorgung ermöglichen (Mittagessen zu Hause oder mitgebrachtes Mittagessen für die Mittagspause). Die Schulpflicht umfasst also nicht den Zeitraum der Mittagspause.

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Wer muss die Schülerinnen und Schüler während des Mittagessens beaufsichtigen?
Für die Bereitstellung des Mittagessens und die Betreuung beim Mittagstisch ist der kommunale Schulträger verantwortlich. Er muss das hierfür erforderliche Personal bereitstellen. Dazu hat er sich im Antrag auf Einrichtung einer Ganztagsschule nach Landeskonzept verpflichtet. Im Übrigen ist diese Aufgabe im Genehmigungserlass festgeschrieben. Der Schulträger kann diese Aufgabe ggf. auch einem freien Träger (z.B. Elternverein) übertragen.

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Dürfen Lehrkräfte bei der Betreuung beim Mittagessen (also im Speiseraum) eingesetzt werden?
Lehrkräfte können in der Mittagspause nicht zum Betreuungseinsatz im Speiseraum verpflichtet werden, da die Betreuung keine Aufgabe des Landes ist und nicht zum Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule gehört. Lehrkräfte können jedoch zusätzlich zum Personal des Schulträgers in der Betreuung beim Mittagessen eingesetzt werden. (ohne Anrechnung im Deputat)

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Wer muss die Schülerinnen und Schüler während der Mittagspause außerhalb des Speiseraums beaufsichtigen?
Für Ganztagsschulen nach Schulgesetz §4a (Grundschulen und Grundstufen der Förderschulen) gilt: Die Schule erhält ein Budget. Hierfür werden Betreuungskräfte eingestellt, welche die Schülerinnen und Schüler im Mittagsband außerhalb des Speiseraums betreuen. Lehrkräfte können zusätzlich hierzu die Betreuung erweitern. (ohne Anrechnung im Deputat) Auch Jugendbegleiter können während des Mittagsbandes Freizeitangebote machen, dürfen dann aber lediglich eine Aufwandsentschädigung über das Jugendbegleiterprogramm erhalten. Eine Doppelfinanzierung ist nicht zulässig.

Für alle anderen Ganztagsschulen gilt: Für die Aufsicht beim Mittagessen sowie für die Betreuungsangebote in der Mittagszeit ist der Schulträger verantwortlich. Pädagogische Freizeitangebote von Jugendbegleitern, Ehrenamtlichen und Lehrkräften ergänzen die kommunalen Angebote sinnvoll. Personen, die ein Mittagsangebot durchführen, sind in dieser Zeit für die jeweiligen Teilnehmerinnen und Teilnehmer verantwortlich. Die Gesamtverantwortung für die Organisation und Umsetzung des Mittagsbands trägt die Schulleitung.

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Können Lehrkräfte im Mittagsband außerhalb des Speiseraums eingesetzt werden und wird diese Tätigkeit auf das Deputat angerechnet?
Für Ganztagsschulen nach § 4a Schulgesetz ist der Einsatz von Lehrkräften hier nur zustätzlich zum Betreuungspersonal möglich - ohne Anrechnung auf das Deputat. Stattdessen erhält die Schule ein Geld-Budget auf der Grundlage ihrer Gesamtschülerzahlen (mind.2x15€). Hierfür können die Betreuungskräfte beschäftigt werden.

 

Für alle anderen Ganztagsschulen gilt: Lehrkräfte können zur Freizeitgestaltung im Mittagsband eingesetzt werden, es muss dabei aber die in der Arbeitszeitverordnung bzw. im Einrichtungserlass festgelegte Umrechnung für Tätigkeiten im Ganztagsbetrieb berücksichtigt werden. Das bedeutet zum Beispiel, dass einen Einsatz im Betreuungsbereich, für den keine oder nur eine geringfügige Vor- und Nachbereitung notwendig ist (z.B. Betreuung von Spielangeboten oder im Schülercafé), für zwei Stunden à 45 Minuten eine Deputatsstunde angerechnet werden kann.

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Bekommen Ganztagsschulen nach §4a SchG mehr Geld für die Freizeitbetreuer, wenn Sie aus organisatorischen Gründen in Schichten ein Mittagessen anbieten müssen?
Nein. Grundschulen und Grundstufen der Förderschulen erhalten ihr Budget für Betreuungskräfte außerhalb des Speiseraums auf der Grundlage der Gesamtschülerzahlen. Die organisatorischen Rahmenbedingungen sind hier nicht relevant.

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weitere Informationen zum Mittagsband:

 

Fragen_zum_Mittagsband

 

Ganztagsschule-BW --> "Häufige Fragen"

Wie melde ich mich zu einer Fortbildung der Serviceagentur an?

Wie erfahre ich von der Fortbildung/dem Workshop?

Die Veranstaltungen werden ausgeschrieben und an die Poststellen der Ganztagsschulen im Land per E-Mail verschickt. Die Schulen erhalten einen Flyer mit kurzer inhaltlicher Übersicht sowie ein Anmeldeformular.

Zusätzlich werden die Veranstaltungen auf unserer Homepage veröffentlicht,  die Unterlagen werden als Download für Sie zugänglich gemacht.

  

Wie melde ich mich an?

Sie melden sich mit unserem Formular zu der gewünschten Veranstaltung per E-Mail oder Fax an. Achten Sie bitte auf den entsprechenden Anmeldeschluss der Veranstaltung.

 

Wann erfahre ich, dass ich zur Veranstaltung zugelassen bin?

Sie erhalten per Post oder E-Mail von der Serviceagentur persönlich eine Zulassung oder eine Absage an Ihre Schule zugesandt.

 

Ich bin nicht zugelassen, was dann?

Bei entsprechender Nachfrage versuchen wir  weitere Termine der Veranstaltung zu realisieren.

 

Wo bietet die Serviceagentur Fortbildungen an?

Die Serviceagentur BW ist in allen vier Regierungsbezirken tätig und bietet im Rahmen ihrer Möglichkeiten inhaltsgleiche Fortbildungen/Workshops im Land an.  

 

Wie komme ich zur Fortbildung?

Die Anfahrt zu unseren Veranstaltungsorten entnehmen Sie bitte den entsprechenden Flyern der gewünschten Veranstaltung.

Was bedeutet Rhythmisierung?

"Rhythmisierung" ist ein tragendes Element für Ganztagsschulen. Was versteht man darunter?
Die Rhythmisierung beinhaltet eine ausgewogene Verteilung des Unterrichts auf den Vor- und Nachmittag, längere (Bewegungs-)Pausen sowie ggf. einen späteren Unterrichtsbeginn. Dadurch sollen neurobiologische und physiologische Aspekte des Lernens stärker berücksichtigt werden. An Grundschulen/Grundstufen der Förderschulen sollen daher in der Regel vier Zeitstunden am Vormittag abgedeckt werden, in der Sekundarstufe I maximal fünf.
 
Muss die Rhythmisierung umgesetzt werden?
Die Rhythmisierung ist Genehmigungsvoraussetzung für Ganztagsschulen nach Landeskonzept. Sollte die Umsetzung der Rhythmisierung vor Ort nicht möglich sein, so muss dies bei der Antragstellung begründet und belegt werden  (z.B. Probleme bei der Schülerbeförderung, Fachraumbelegung, dezidierter Elternwunsch).

 

Wo finde ich Beispiele oder Unterstützung bei der Umsetzung der Rhythmisierung vor Ort?

Die Rhythmisierung des Schultages mit wechselnden Phasen der Anspannung und Entspannung ist eine der großen Herausforderungen für Schulen, die auf dem Weg zur Ganztagsschule sind. Jede Schule hat individuelle Rahmenbedingenen, die ein "Patentrezept" oder eine "Generallösung" unmöglich machen. Hier heißt es also, genau zu ergründen was möglich und sinnvoll ist.

Die Serviceagentur unterstützt sie hierbei gern, z.B. in Form von Fortbildungen, Handreichungen oder Hospitationen. Wir beraten Sie auch gerne individuell. Kommen Sie auf uns zu.

Praktische Anregungen bietet z.B. das Praxis-Handbuch Ganztagsschule mit seinen begleitenden Praxisheften.

Handreichungen zur Rhythmisierung finden Sie u.a. im Internet, z.B. bei den Serviceagenturen der einzelnen Bundesländer.

Schulgesetz §4a für Grundschulen und Grundstufen der Förderschulen

Das Schulgesetz §4a für Grundschulen und Grundstufe der Förderschulen, die Ganztagesschulen werden möchten und vom Schulversuch auf das Schulgesetz umstellen möchten, bieten wir Antworten auf häufige Fragen.

z.B.zu

- Monetarisierung von Lehrerwochenstunden

- Rhythmisierung des Schultags

- Mittagsband und Budgetierung

- Umstellung von "alt" auf "neu"

- Verlässliche Grundschule? ... Hort? ... usw.

- ...

 

Weitere Informationen:

 

Eckpunkte zur Ganztagsschule nach Schulgesetz

 

Ganztagsschule-BW  "Häufige Fragen"

Monetarisierung von Lehrerwochenstunden im Ganztag / Kooperationsvereinbarungen

1. Wie bekommt die Schule das Geld für die monetarisierten Lehrerwochenstunden und die Gelder für die Mittagspause außerhalb des Speiseraums?


Für die Schule wird beim Schulträger ein Schulbudget für den Ganztagsbetrieb eingerichtet. Die Kontierungsdaten teilt der Schulträger dem für die Schule zu-ständigen Staatlichen Schulamt mit. Die Schule bewirtschaftet das Budget selbstständig.

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2. Welche Mittel gibt es?


Es gibt:
a) monetarisierte Lehrerwochenstunden (eine monetarisierte Lehrerwochenstunde entspricht 1800 €), die ausschließlich für Angebote des Ganztags-betriebs außerhalb der Mittagspause zu verwenden sind,


b) Mittagspausenbudget für Aufsicht bzw. Angebote in der Mittagspause außerhalb des Speiseraums.

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3. Wer organisiert die Auszahlung der monetarisierten Stunden auf das Konto beim Schulträger?


Das Land hat eine Rahmenvereinbarung mit der Jugendstiftung geschlossen.
Die Aufgaben der Jugendstiftung im Rahmen des Ganztagsbetriebs sind:


- Die Jugendstiftung erhält für die Schulbudgets durch das Kultusministerium Mittel und leitet diese an die jeweiligen Ganztagschulen weiter.


- Die Jugendstiftung erhält und prüft die Verwendungsnachweise der Schulen über die monetarisierten Mittel und das Mittagspausenbudget.


- Mit dem Kultusministerium werden die Grundlagen einer Begleitevaluation er-stellt, die darüber Auskunft gibt, für welche Zwecke und Inhalte die budge-tierten Mittel der Schulen verwendet werden.


- Die Jugendstiftung berät und begleitet die Schulen bei der Konzipierung und Umsetzung des Budgets.


- Die Jugendstiftung berät Schulen, die eine Monetarisierung von Lehrerdepu-taten im Rahmen der Ganztagesschule erwägen, über mögliche Kooperationspartner.

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4. Wann bekommt die Schule das Geld?


Das jeweilige Jahresbudget wird auf ein beim Schulträger geführtes Konto in fünf Raten zum 1. Oktober, 1. Dezember, 1. Februar, 1. April sowie zum 1. Juni überwiesen.

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5. Was passiert mit nicht verbrauchten Geldern?


Die Schulen haben die Grundsätze der Landeshaushaltsordnung zu beachten. Bei der Bewirtschaftung der Mittel ist sparsam und wirtschaftlich vorzugehen (§ 7 LHO). Mittel, die nicht innerhalb von zwei Monaten verbraucht werden, sind durch den Schulträger unmittelbar an die auszahlende Stelle zurück zu überweisen.

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6. Wofür kann das Geld verwendet werden?


Mit dem Geld aus monetarisierten Lehrerwochenstunden müssen außerschulische Angebote für Ganztagsschüler finanziert werden. Schulische Sachmittel können darüber nicht finanziert werden. Die Mittel für die Mittagspause sind für die dortige Betreuung zu verwenden.

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7. Kann eine Bezahlung für Ganztagsangebote aus mehreren Quellen erfolgen?


Eine Vergütung für Ganztagsangebote darf ausschließlich aus dem Budget der monetarisierten Lehrerwochenstunden erfolgen. Eine Bezahlung eines Angebots aus mehreren Quellen (Landesmittel) wie z. B. aus dem Budget für Jugendbegleiter wäre eine Doppelfinanzierung, die nicht erlaubt ist.

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8. Kann man die Anzahl der monetarisierten Stunden ändern?


Die Schule teilt jährlich über die ASDBW Frühjahrsprognose mit, ob und in welchem Umfang sie von der Monetarisierung Gebrauch künftig machen will. Eine Änderung danach ist nicht mehr möglich.

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Informationen zu Kooperationspartnern im Ganztag

1. Wer kann ein Kooperationspartner der Schulen sein?


Kooperationspartner von Schulen können Vereine, Verbände oder Institutionen und Organisationen sein. Dies sind vor allem Sport- oder Musikvereine, Musik-schulen, Kirchen und Jugendeinrichtungen. Auch Schulfördervereine, Elternvereine oder die Gemeinde (Schulträger) können Kooperationspartner der Schule sein. Sie übernehmen dann die Beauftragung der Personen, die an der Schule ein Ganztagsangebot durchführen, sowie deren Bezahlung usw. Das Kultusministerium stellt dafür Mustervereinbarungen zur Verfügung.

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2. Können auch Eltern, ehemalige Lehrkräfte oder sonstige Einzelpersonen Kooperationspartner der Schule sein?


Die Kooperation mit Einzelpersonen ist auf der Basis des Ehrenamts grundsätzlich möglich.

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3. Welche Vereinbarung muss die Schule mit den außerschulischen Partnern schließen?


Das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport stellt den Schulen/Schulträgern Mustervereinbarungen und Erläuterungen zur Verfügung. Es sind ausschließlich diese Vorlagen zu verwenden. Sie können auf den Internetseiten des Kultusministeriums zur  Ganztagsschule in Baden-Württemberg heruntergeladen werden.

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4. Wer ist bei einem Ganztagsangebot eines außerschulischen Partners für ei-ne Vertretung/Ersatzkraft verantwortlich?


Verantwortlich für eine Vertretungskraft ist der außerschulische Partner. Er hat beim Ausfall der Person, die das Ganztagsangebot durchführt, für eine Ersatzkraft zu sorgen.

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5. Wie konkret müssen die Angaben zum Ganztagsangebot des Kooperationspartners sein?


Es ist wichtig, die Ganztagsangebote in der Kooperationsvereinbarung so genau wie möglich zu beschreiben. Die Inhalte und Aufgaben, sowie der zeitliche Rahmen des Ganztagsangebots müssen hinreichend beschrieben werden. Für die teilnehmenden Ganztagsschüler/innen unterliegt das Angebot des Kooperationspartners der Schulpflicht.

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6. Gibt es Vorgaben für den Einsatz von außerschulischen Partnern in der Mittagspause?


Die reine Aufsicht in der Mittagspause außerhalb des Speiseraums kann aus sozialversicherungsrechtlichen Gründen nicht an Einzelpersonen übertragen werden. Der Einsatz von Einzelpersonen für ein Angebot in der Mittagspause außerhalb des Speiseraums ist jedoch möglich (z. B. Kreativangebot, Bewegungsangebot etc. nicht reine Aufsicht).

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