Was bedeutet Rhythmisierung?

"Rhythmisierung" ist ein tragendes Element für Ganztagsschulen. Was versteht man darunter?
Die Rhythmisierung beinhaltet eine ausgewogene Verteilung des Unterrichts auf den Vor- und Nachmittag, längere (Bewegungs-)Pausen sowie ggf. einen späteren Unterrichtsbeginn. Dadurch sollen neurobiologische und physiologische Aspekte des Lernens stärker berücksichtigt werden. An Grundschulen/Grundstufen der Förderschulen sollen daher in der Regel vier Zeitstunden am Vormittag abgedeckt werden, in der Sekundarstufe I maximal fünf.
 
Muss die Rhythmisierung umgesetzt werden?
Die Rhythmisierung ist Genehmigungsvoraussetzung für Ganztagsschulen nach Landeskonzept. Sollte die Umsetzung der Rhythmisierung vor Ort nicht möglich sein, so muss dies bei der Antragstellung begründet und belegt werden  (z.B. Probleme bei der Schülerbeförderung, Fachraumbelegung, dezidierter Elternwunsch).
 
Wo finde ich Beispiele oder Unterstützung bei der Umsetzung der Rhythmisierung vor Ort?
Die Rhythmisierung des Schultages mit wechselnden Phasen der Anspannung und Entspannung ist eine der großen Herausforderungen für Schulen, die auf dem Weg zur Ganztagsschule sind. Jede Schule hat individuelle Rahmenbedingenen, die ein "Patentrezept" oder eine "Generallösung" unmöglich machen. Hier heißt es also, genau zu ergründen was möglich und sinnvoll ist.
Die Serviceagentur unterstützt sie hierbei gern, z.B. in Form von Fortbildungen, Handreichungen oder Hospitationen. Wir beraten Sie auch gerne individuell. Kommen Sie auf uns zu.
Praktische Anregungen bietet z.B. das Praxis-Handbuch Ganztagsschule mit seinen begleitenden Praxisheften.
Handreichungen zur Rhythmisierung finden Sie u.a. im Internet, z.B. bei den Serviceagenturen der einzelnen Bundesländer.